Die Geschichte der Luftfahrt

Die Geschichte der Luftfahrt ist sehr lang und reicht bis zu den Sumerern und Griechen zurück, wo schon die ersten Aufzeichnungen von Drachenreitern und anderen Flugobjekten existierten. Denn bereits damals träumten die Menschen davon, fliegen zu können.

Die ersten Aufzeichnungen

In der Antike finden sich Bilder von geflügelten Menschen und Tieren. Die griechische Sage von Dädalus und Ikarus stellt die beiden Brüder mit selbstgebauten Flügeln aus wachsverklebten Vogelfedern dar und im 4. Jhd. v. Chr. soll eine flugfähige hölzerne Nachbildung einer Taube existiert haben. Während in dieser Zeit das Fliegen mit göttlichen Wesen assoziiert wurde, war es im Mittelalter eher ein Attribut für Geister, Feen, Dämonen oder Hexen.

Die Renaissance war die Zeit von Leonardo da Vinci. Er entwarf verschiedene Flugobjekte, darunter auch Flugzeuge und Helikopter. Keiner dieser Entwürfe wäre flugtauglich gewesen, aber mit seinen ingenieurwissenschaftlichen Methoden war er ein Pionier in diesem Gebiet und seiner Zeit weit voraus.

Die ersten flugfähigen Modelle

Im Jahr 1784 bauten die Franzosen Biénvenue und Launoa die ersten flugfähigen Hubschraubermodelle mit Doppelrotoren. In den folgenden Jahren wurden diese Modelle mit neuen Antrieben und Luftschrauben weiterentwickelt. Der Österreicher Jakob Degen war der erste, der einen unbemannten Flugapparat mit beweglichen Schwingen entwickelte. Mit diesem Modell erreichte er 1816 eine Flughöhe von 160 Metern.
Der Engländer George Cayley untersuchte und beschrieb als Erster die Probleme des aerodynamischen Fluges und wird daher auch heute noch als der „Vater der Aeronautik“ bezeichnet. Er erkannte, dass bewegliche Schwingen nicht zum Erfolg führen würden und entwarf daher einen Vorschlag für ein Fluggerät mit angestellter Fläche und Vortriebsmechanismus. Seine Entwürfe waren die ersten eines Gleitflugzeuges, wie wir es in abgeänderter Form heute kennen.
Otto Lilienthal nahm diese Überlegungen auf und entwickelte daraus seinen Normalsegelapparat. Er studierte dafür jahrelang den Vogelflug und erkannte, dass Auftrieb und Vortrieb unabhängig voneinander zu betrachten sind. In über 2.000 Gleitflügen, die er alle selbst durchführte, testete er seine Arbeitshypothese: „Die Nachahmung des Segelfluges muss auch dem Menschen möglich sein, da er nur ein geschicktes Steuern erfordert, wozu die Kraft des Menschen völlig ausreicht.“

Das erste durch eine Fotografie belegte Flugzeug stammte von Jean Marie Le Bris, der seinen L’Albatros von Pferden ziehen ließ und so Flugweiten bis 200 m erreichte. Der Russe Alexander Moschaiski unternahm zwischen 1882 und 1886 mehrere Flugversuche mit seinem Flugzeug mit Dampfmaschinenantrieb. Diesen Antrieb und das von Otto Lilienthal entwickelte Modell des Doppeldeckers vereinten die Brüder Wright und bauten damit das erste Flugzeug, welches einen erfolgreichen, andauernden und gesteuerten Motorflug ermöglichte. Die weiteren Modelle von Motorflugzeugen waren meist Doppeldecker, manchmal wurden auch mehr als drei Tragflächen übereinander angeordnet.

1909 entwarf und flog Alberto Santos-Dumont das erste Leichtbau-Sportflugzeug der Welt, mit dem bereits 90 km/h Fluggeschwindigkeit möglich waren. Dieses Flugzeug wurde auch als Grundlage für die Forschungen in der 1907 gegründeten Areodynamischen Versuchsanstalt Göttingen herangezogen.

Ärmelkanalüberquerung und Monocoque

Louis Blériot überquerte 1909 mit seinem Eindecker als Erster den Ärmelkanal. Der Flug von Calais nach Dover dauerte 37 Minuten. Blériot machte sich damit als Konstrukteur des modernen Eindeckers zum ersten kommerziellen Flugzeughersteller.
Im selben Jahr fand in Reims die Flugwoche statt, in der mehrere Rekorde aufgestellt wurden: Farman flog eine Strecke von 180 km in 3 Stunden, Blériot flog die bisher höchste Geschwindigkeit mit 74 km/h und Latham flog mit 155 m die größte Flughöhe.

Hans Grade baute die ersten Flugzeuge in Serie, die als Schulflugzeuge für die ersten Piloten dienten. Grade und August Euler erhielten 1910 die ersten deutschen Flugzeugführerpatente.

Zwischen 1909 und 1911 begann dann auch der sportliche Segelflug – damit war der Luftsport geboren.

Die Monocoque- oder Schalenbauweise wurde erstmals 1911 präsentiert. Die Rumpfschale dieses Flugzeuges bestand überwiegend aus Mahagoni-Holz. Andere zeitgenössische Flugzeuge bestanden aus einer mit lackiertem Stoff überzogenen Fachwerkstruktur.

Im Juni 1912 fand der erste amtlich genehmigte Postflug statt, wodurch die Entstehung der deutschen Luftpost bezeichnet wird.

Der Erste Weltkrieg und Zwischenkriegszeit

Im ersten Weltkrieg erkannten die Menschen, dass Luftüberlegenheit einen großen Wert hatte. Die ersten Flugzeuge wurden zur Luftüberwachung eingesetzt, später auch mit leistungsfähigen Kameras. Es dauerte nicht lange, bis Piloten gegnerischer Beobachtungsflugzeuge sich mit Pistolen beschossen. Die Aufrüstung der Flugzeuge mit Maschinengewehren, der Abwurf von Granaten und den ersten Spreng- und Brandbomben ließ nicht lange auf sich warten.
In Folge dieser Entwicklungen erprobte Hugo Junkers 1915 das erste Ganzmetallflugzeug, welches richtungsweisend für die weitere Flugzeuggeschichte war.

Die Deutsche Käthe Paulus startete mit der Entwicklung des Fallschirmes, welcher 1912 das erste Mal erfolgreich bei einem Sprung aus einem Flugzeug getestet wurde. Damit war ein einsatzfähiges Rettungsgerät für die Besatzungen der Flugzeuge im Ersten Weltkrieg geschaffen.

In der Zwischenkriegszeit gingen einige Flugzeughersteller bankrott, weil sie durch die Kriegsflugzeuge ihre Produktion derart angekurbelt hatten und diese jetzt nicht mehr halten konnten. Auch die Piloten der Militärflugzeuge mussten sich eine neue Beschäftigung suchen. So entwickelten sich neue zivile Dienste und Luftfahrtgesellschaften. Auch die Luftpost wurde ausgebaut und über nationale Grenzen hinaus aufgenommen. Luftwerbung kam erstmals 1922 zum Einsatz. Weitere Einsatzmöglichkeiten für Flugzeuge waren Luftbildfotografie zur Vermessung, Stuntflüge für Hollywoodfilme und Agrarflüge zur Schädlingsbekämpfung.

Die größten Herausforderungen für die Luftfahrt waren nach wie vor Langstreckenflüge und auch die Überquerung des Atlantik. 1919 gelang aber dann der erste Nonstop-Flug von Neufundland nach Irland. Siebzehn Jahre später wurde auch die erste durchgehende Flugverbindung von Europa nach Japan angeboten: ein Flug von Berlin nach Tokio über Athen, Hanoi und Hongkong dauerte insgesamt 10 Tage.

1937 starteten die ersten Höhenflugzeuge, welche eine Flughöhe von 12.000 bis 15.000 m erreichten. Diese konnten durch den Einsatz von Druckkabinen über dem Wetter fliegen, wodurch sie eine wesentliche Komfortsteigerung für die Passagiere darstellten. Mit diesen Höhenflügen wurde auch die Entwicklung von Geräten notwendig, die Flüge ohne Sicht ermöglichten. Präzise Höhenmesser, Kreiselstabilisatoren und ein künstlicher Horizont waren damals wichtige Instrumente, um bei schlechtem Wetter, in der Nacht oder großer Höhe fliegen zu können. Der Einsatz dieser Mechanismen wurde zunächst kritisch beäugt, da sie von den Piloten erforderten sich nicht auf ihr Gefühl, sondern auf ein technisches Gerät zu verlassen. Dennoch wurden sie erfolgreich eingesetzt und waren somit die Vorgänger der heutigen Autopiloten und modernen Fluginstrumente.

Der Zweite Weltkrieg

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges und den neuen militärischen Anforderungen erlebte die Flugzeugindustrie enormen Aufschwung.
Durch nicht nur die Flugzeuge an sich wurden weiterentwickelt, sondern vor allem auch die Technologien rund um die Luftfahrt. So wurde beispielsweise bereits zu Beginn des Krieges vom Vereinten Königreich ein System von Radarstationen aufgebaut, um einfliegende Flugzeuge zu erkennen. Geräte zur Positionsbestimmung, Radar zur Navigation oder für die Nachtjagd und Funkgeräte fanden in den Kriegsjahren ihren Einsatz.

Weitere, zumeist sehr verheerende, Erfindungen, die der Zweite Weltkrieg hervorbrachte, waren einsatzfähige Hubschrauber, der Autopilot, der Schleudersitz und Atombomben.

1945 bis heute

Die unmittelbare Nachkriegszeit wurde von den Siegermächten dazu genutzt, die schon sehr fortschrittlichen deutschen Entwicklungen zu testen und zu kopieren. 1947 durchbrach die Bell-X als erstes Flugzeug offiziell die Schallmauer.
In dieser Zeit wurden die noch eingesetzten Propellerflugzeuge immer mehr von Strahlflugzeugen ersetzt. Damit waren auch bald die ersten Strahlturbinen-Verkehrsflugzeuge geboren. Neue Materialien und Verbesserungen der Triebwerke resultierten Anfang der 70er Jahre im Einsatz der noch heute bekannten Boeing 747.

Tarnkappenflugzeuge, Senkrechtstarter für den Einsatz auf Kriegsschiffen und Spionageflugzeuge wurden aus den bereits existierenden Flugzeugen weiterentwickelt.

Der erste suborbitale Raumflug wurde 2004 durchgeführt, bei dem das Raketenflugzeug SpaceShipOne zum ersten Mal einen suborbitalen Raumflug in mehr als 100 km Höhe vollbrachte.

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