Flugzeugentführung einst und heute

Flugzeugentführungen gehören zu den spektakulärsten Verbrechen.
Insgesamt hat sich das Vorgehen der Luftpiraten in den letzten Jahren aber verändert. Wir geben dir hier einen Überblick über die Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

Flugzeugentführungen einst und heute

Flugzeugentführungen – auch Luftpiraterie oder aircraft hijacking genannt - gehören zu den spektakulärsten Verbrechen. Kein Wunder, können doch bei einer Entführung manchmal über 100 Passagiere in fremde Gewalt gebracht werden. Grund für das hohe Interesse an solchen Verbrechen ist auch das Wissen, dass man selbst jederzeit in diese unangenehme, unverschuldete Lage kommen könnte. Schließlich ist fast jeder von uns manchmal mit dem Flugzeug unterwegs. Das hohe Medieninteresse an solchen Verbrechen tut das Übrige dazu, um die Nachricht von einer Flugzeugentführung rasch über alle Teile der Welt zu verbreiten.


Insgesamt hat sich das Vorgehen der Luftpiraten in den letzten Jahren aber verändert. Wir geben dir hier einen Überblick über die Entwicklung der Flugzeugentführungen in den letzten Jahrzehnten.

Historie von Flugzeugentführungen und deren Prävention

  • Die erste verzeichnete Flugzeugentführung fand im Feber 1931 in Peru statt.
  • 1948 wurde der erste kommerzielle Flug entführt. Das Ende war tragisch – die Maschine stürzte ins Meer.
  • 1968 fand die längste Flugzeugentführung bis dato statt, die über einen Monat dauerte. Palästinensische Terroristen brachten dabei eine Maschine der israelischen Airline El-Al in ihre Gewalt. Die letzten verbliebenen Passagiere konnten erst am 01.10. nach der geforderten Entlassung von 19 in Israel verurteilten Arabern in Freiheit gebracht werden.
  • 1969 zeigte die Statistik ein alarmierendes Ansteigen von Flugzeugentführungen. Es werden alleine in diesem Jahr 82 Entführungen registriert. Damit ergab sich ein Wert, der doppelt so hoch war, wie der gesamte Zeitraum von 1947 bis 1967.
  • Von 1967 bis 1976 stieg die Zahl der gekaperten Maschinen auf den Spitzenwert von 385 Entführungen.
  • 1971 wurden als Folge darauf in Deutschland gesetzliche Maßnahmen ergriffen, um die Luftsicherheit zu erhöhen (§ 316c StGB).
  • 1979 wurden aus sicherheitstechnischen Gründen die ersten Durchleuchtungsgeräte und Metalldetektoren an Flughäfen installiert.
  • Seit dem Jahr 1995 dürfen auch flughafenfremde Unternehmen unter gewissen Voraussetzungen Sicherheitskontrollen an Flughäfen übernehmen.
  • Am 11. September 2001 ereignete sich mit den Terroranschlägen in den USA die wohl schlimmste Katastrophe im Zusammenhang mit Flugzeugen. Vier Flugzeuge wurden gekapert, drei davon in prominente Ziele gelenkt, um damit möglichst viele Menschen ins Verderben zu stürzen. Die Folge sind an die 3.000 Todesopfer und mehr als 6.000 verletzte Personen.
  • Als Resultat des Anschlages wurden weltweit verschärfte Sicherheits- und Einreisebestimmungen eingeführt.
  • Die letzte größere Flugzeugentführung gab es Ende Dezember 2016 bei der Afriqiyah-Airways. Es wurde angedroht das Flugzeug in die Luft zu sprengen, wenn gewisse Forderungen nicht erfüllt würden. Die Geiselnahme konnte unblutig beendet werden.

Flugzeugentführungen im Wandel der Zeit

Vor dem 11. September 2001 wurden Flugzeugentführungen in der Regel aus speziellen Gründen durchgeführt (z.B. Freilassung von Gefangenen, Lösegeldforderung, Transport von Geiselnehmern in bestimmte Länder …). Spätestens mit dem Terroranschlag 2001 hat sich dieser Trend aber gewandelt. Terroristische Anschläge mit Selbstmordattentätern sind nicht dazu gedacht, konkrete Forderungen zu erfüllen, sondern sollen Aufmerksamkeit erregen und Angst schüren. Es gibt somit zunehmend keine Verhandlungen mehr. Religiöse oder politische Gründe sind die Hauptmotive solcher Anschläge.

Neu ist seit dem 11. September auch die Bedrohung durch die gekaperten Flugzeuge selbst, die – wenn sie von Selbstmordattentätern geflogen werden – eine gewaltige Waffe darstellen.

Ein weiterer – bis zum 11. September unbekannter Faktor ist die Selbstverteidigungsbereitschaft der Passagiere. Waren diese bis dahin kaum eine Bedrohung für die Geiselnehmer, hat sich dies mit den Selbstmordattentaten verändert. Sehen die Passagiere Verteidigung als letzte Alternative um sich und ihre Mitreisenden zu retten, dann ist die Wahrscheinlichkeit deutlich größer, dass sie entsprechende Maßnahmen ergreifen. Früher wurde gehofft und gewartet, dass nachfolgende Verhandlungen erfolgreich verlaufen und zu einem guten Ende führen. Gibt es keine Verhandlungen, wie im Fall eines Terroranschlages mit Selbstmordattentätern, dann bleibt nur die Chance, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.


Ein Novum ist auch, dass Passagiere durch nun bestehende Netzwerkverbindungen leichter mit Behörden oder Notrufzentralen am Boden Kontakt aufnehmen können. Musste früher das Handy an Bord ausgeschaltet werden, ist dies mittlerweile nicht mehr vorgeschrieben. Unterstützung und Beratung durch Bodenkontakte ist nun möglich.

In Summe kann man sagen, dass sich in Sachen Flugzeugentführungen – auch aufgrund der technischen Entwicklungen in den letzten Jahren - einiges verändert hat. Die Zahl der Flugzeugentführungen ist wieder zurückgegangen und die Sicherheitsbestimmungen an den Flughäfen haben sich drastisch verschärft. Dennoch muss gesagt werden, dass gerade öffentlich zugängliche Ort, wie z.B. Eingangsbereiche eines Flughafens, kaum zu schützen sind und dank der großen Menschenansammlungen ein attraktives Ziele für Terroristen darstellen (siehe z.B. Anschläge in Brüssel und der Türkei).

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