E-Journals: die neue Form der Zeitschriften an Bord

Das Gewicht im Flugzeug und die damit einhergehenden Kosten machen E-Paper für Airlines besonders attraktiv. Die Verlage stellt die Umstellung von herkömmlichen Formaten auf digitale Zeitungen jedoch vor neue Herausforderungen.

Das Sparprogramm vieler Airlines betrifft nun auch die Zeitungsverlage. Es wird gegenüber den Medienhäusern kommuniziert, dass Fluglinien das Gewicht der Flugzeuge reduzieren wollen, weshalb E-Journals den Printformaten vorzuziehen seien. Denn durch das geringere Gewicht wird Treibstoff eingespart. So kann neben der Kostenersparnis noch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden. Bei der AUA gibt es in Zukunft Printmedien nur mehr auf Langstreckenflügen in der Business Class. Wer auch in der Economy eine Zeitschrift lesen möchte, kann sich diese vor dem Boarding mit seiner Ticketnummer auf sein Mobilgerät – also Smartphone oder Tablet - downloaden. Dieses Angebot wird von den Fluggästen laut AUA-Sprecherin Sandra Bijelic auch sehr gut angenommen, es gibt aber trotzdem noch Luft nach oben. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass weniger Müll durch weggeworfene Zeitschriften produziert wird.

Die Verlage in Österreich sehen den Trend zum E-Paper jedoch mit gemischten Gefühlen. Dies liegt vor allem daran, dass eine herumliegende Zeitschrift noch immer mehr Anzeigen-Sichtkontakte bringt, als ein an ein Gerät gebundenes E-Journal.

Bisher nur Erfassung der tatsächlichen Downloads

In Zukunft wird die ÖAK die Kriterien für die Zählung der elektronischen Journals deutlich verschärfen. Es werden dann nur mehr die tatsächlichen Downloads erfasst werden. Bisher wurden viele Ausnahmen gemacht, unter anderem auch aus dem Grund, das „zarte Pflänzchen“ E-Paper nicht beim Wachsen zu hindern. Es ist aber notwendig, das reale Wachstum abzubilden um besser auf neue Entwicklungen reagieren und für die Zukunft gerüstet sein zu können.
Bei der Verlagsgruppe News wird dies eine starke Umstellung sein, da diese Zeitung in Kooperation mit Airlines und Hotels gute Zahlen verzeichnen konnte. Chief Sales Officer B2C Markus Fallenböck merkt an, dass hier Zahlen fehlten, die es nun gilt auf anderem Wege aufzufangen.
Der Trend wird allgemein sehr positiv aufgenommen, da nun ein Schritt zu einer objektiveren Messbarkeit erfolgt. „Wir haben immer nur die Downloads gesehen. Die ÖAK ist einfach eine Währung, die echte Exemplare zählt – egal ob Print oder Digital. Es geht nicht anders als über eine Downloadmessung.“, so Regina Giller, Leiterin Lesermarkt von Die Presse Holding gegenüber dem HORIZONT. So ist die gesamte Branche einen Schritt weiter, denn alles wird digitaler und die ÖAK ist kein starres Instrument, sondern bildet eine normale Entwicklung ab.

Keine Chance sofort gleichzuziehen

Trotz aller positiven Gedanken sieht es Regina Giller realistisch. Die Print-Reduktion der Airlines könne so schnell nicht aufgeholt werden. Und das auch wenn die den E-Paper-Dienst verwaltende Media Carrier GmbH sehr offen für Gespräche sein.
Die ÖAK-Zahlen die im Februar 2018 veröffentlicht werden, werden auf jeden Fall spannend sein und für viel Gesprächsstoff sorgen.

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