Wieso sind eigentlich alle Flugzeuge weiß?

Egal ob Lufthansa, Emirates oder Delta: Fast alle Fluggesellschaften streichen ihre Flieger am liebsten mit weißer Farbe. Nur an der Unterseite und dem Leitwerk können sich Designer meist austoben. Der Rest bleibt fast immer weiß. Doch warum sind sich Airlines hier so einig? Die Antwort hat - wie so oft - etwas mit Kosten zu tun.

Weiße Farbe spart Energie

Dunkle Oberflächen erhitzen sich im Sonnenlicht deutlich stärker, als Materialien in hellen Farben. In schwarzen Autos wird es im Sommer beispielsweise deutlich heißer, als in weißen. Und am Strand trägt man auch lieber ein weißes T-Shirt, als ein schwarzes. Bei Flugzeugen ist das nicht anders: Auch hier versucht man durch den weißen Anstrich einen Großteil des Sonnenlichts zu reflektieren. Je weniger Energie absorbiert wird, desto ruhiger kann’s die Klimaanlage an Bord angehen lassen. Das spart (ein klein wenig) Sprit.
Dieser Effekt erklärt auch, weshalb Fluglinien am unteren und hinteren Teil des Fliegers schon mal Farben sprechen lassen: Diese Teile liegen entweder oft im Schatten oder sind thermisch vom Rumpf des Flugzeugs Großteils entkoppelt. Sonnenlicht dort zu reflektieren spart daher auch kaum Energie und Kosten.

Weiß ist billiger

Weiße Farbe ist im direkten Vergleich meist ein wenig günstiger, als andere Farbvarianten. Dabei handelt es sich allerdings zum Teil um ein klassisches “Henne-Ei-Problem”. Da Fluglinien vorzugsweise weiße Farbe bestellen, wird diese von den Herstellern auch in größeren Mengen (und zu geringeren Kosten) produziert. Da die Kosten für weiße Lacke also niedriger sind, werden sie von Airlines erst recht häufiger ausgewählt.


Zum Preis addiert sich bei kräftigeren Farben aber auch noch das Gewicht. Intensive Farben benötigen meist mehrere Lackschichten, um wirklich Eindruck zu machen. Das kann bei einem Airbus A-320 schon mal ein Mehrgewicht von 200 Kilogramm bedeuten. Auf gut belegten Routen mit hohem Frachtanteil können einer Fluglinie da schon mehrere tausend Euro Umsatz pro Tag entgehen.
Das war im Übrigen auch der Grund, weshalb American Airlines lange Zeit gleich ganz auf die Lackierung verzichtete: Bis auf drei Streifen in Blau, Weiß und Rot an der Seite des Flugzeugs, glänzten die Maschinen in poliertem Metall. Da heute große Teile des Flugzeugs aber nicht mehr nur aus Stahl und Alu bestehen, sondern aus UV-empfindlichen Verbundmaterialien wie Glasfaser- oder Kohlefaserstoffen gefertigt sind, ist der Lack als zusätzliche Schutzschicht fast schon zwingend notwendig.

Wiederverkaufswert

So komisch es klingen mag: Weiße Flugzeuge lassen sich besser verkaufen - und vor allem besser vermieten. Charter-Anbieter leasen ihre Maschinen oft nur für eine Saison oder wenige Jahre. Auf ein weiß lackiertes Flugzeug wird dann lediglich eine Folie mit dem Logo geklebt. Das ist deutlich preiswerter, als eine Neulackierung, funktioniert aber nur, wenn das Flugzeug in neutralem Weiß gehalten ist.

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