Bakterien und Viren im Flugzeug - wo lauern die Gesundheitskiller?

Urlaub – für viele die schönste Zeit im Jahr. Doch bevor die Entspannung am Strand beginnt, muss man meist noch einige Stunden Flug hinter sich bringen. Eingepfercht mit zahlreichen anderen Menschen in einer relativ engen Flugzeugkabine, macht das mal mehr, mal weniger Spaß. Vor allem dann, wenn darüber nachdenkt, dass man sich während dieser Zeit sowohl Atemluft als auch Sanitäranlagen mit den Mitreisenden teilt.
Doch wie „ansteckend“ kann eine solche Flugreise tatsächlich werden und was sollte man unbedingt beachten? Das haben wir im folgenden Artikel für dich herausgefunden.

Dinge, die man möglichst NICHT berühren sollte

Man berührt sie aber dennoch zwangsläufig: die Armlehnen der Flugzeugsitze. In einer wissenschaftlichen Studie wurde herausgefunden, dass die Darmbakterien E.coli dort doppelt so lange überleben (genauer gesagt 96 Stunden) als auf einer glatten Oberfläche wie den Klapptischen. Igitt!
Aber auch die Klapptische sind alles andere als sauber und rein. Dort wurden bereits mehr als einmal die aggressiven MRSA und Noroviren gefunden. Grund dafür: es kommt nicht selten vor, dass diese Tischchen nur einmal am Tag gereinigt werden. Genauso wie die Taschen des Vordersitzes. Da dort häufig benutzte Taschentücher oder Spucktüten Platz finden, sind auch diese ein wahres Paradies für Keime.
Andere eher weniger überraschende Bakterienherde sind die WC-Spültaste und auch die Türklinken der Toilettentür.


Bei Langstreckenflügen fragen viele Passagiere nach Decken oder Kissen, um besser schlafen zu können. Häufig ist es aber den Fluggästen des ersten Fluges des Tages vorbehalten, sich in frisches Bettzeug kuscheln zu dürfen. Alle folgenden müssen sich mit benutzten Decken begnügen – inklusive der Bakterien des Vorgängers.

Die Klimaanlage – eine Virenschleuder?

Diese Aussage stimmt so nicht. Die heute eingesetzten Klimaanlagen in Flugzeugen sind so gebaut, dass sie die Luft effektiv von Bakterien und Keimen befreien und bis zu 60% davon komplett erneuern. Die Kabinenluft besteht zur Hälfte aus Außenluft, welche mit einer Temperatur von -50 Grad angesaugt wird. Krankheitserreger und Keime überleben diese Temperaturen kaum. Die andere Hälfte ist bestehende und gefilterte Kabinenluft. So wird alle drei Minuten die gesamte Luft in der Flugzeugkabine ausgetauscht – und ist damit laut wissenschaftlichen Angaben besser, als in manchen Wohn- und Arbeitsräumen. Dadurch ist sichergestellt, dass die Klimaanlage an Bord eben keine Keimschleuder wird.

Unerwartete Virenschleudern an Bord

Insider verraten, dass man niemals das Wasser an Bord trinken sollte, wenn es nicht aus einer Flasche kommt. Der Grund dafür ist nicht sehr appetitlich: die Öffnung zum Ausspülen der Toiletten und die Öffnung zum Betanken des Fliegers mit Trinkwasser liegen direkt nebeneinander – und manchmal werden diese gleichzeitig und vom gleichen Mitarbeiter bedient. Zudem sind die Frischwassertanks eines Flugzeuges schwer zu reinigen, wodurch sich dort Bakterien und Keime optimal verbreiten können. Deshalb sollte man alle Getränke, die mit frischem Trinkwasser hergestellt werden (also auch Kaffee und Tee) meiden und lieber Wasser aus Flaschen trinken.

Hygienetipps für alle Passagiere

Generell ist es ratsam, im Flugzeug auf eine etwas verstärkte Hygiene zu setzen, als am Boden. Ein kleines Fläschchen mit Desinfektionsgel oder ein Desinfektionsspray sollten daher in keinem Handgepäck fehlen. Damit lassen sich ganz einfach die Klapptische, Armlehnen, Türklinken und natürlich auch die Hände desinfizieren. Beim Niesen oder Husten ein Taschentuch vor Mund und Nase zu halten und dieses dann auch sogleich zu entsorgen (aber bitte nicht in der Tasche des Vordersitzes) gehört ebenfalls zur guten Flugzeughygiene. Eine mitgebrachte Flasche Wasser, welche ganz einfach nach der Sicherheitskontrolle gekauft werden kann, ist ebenfalls ein treuer Begleiter auf Flügen. Auf Langstreckenflügen empfiehlt sich zudem die Mitnahme einer dünnen Decke und eines kleinen Polsters, um nicht auf das benutzte Bettzeug des Flugzeuges zurückgreifen zu müssen.

Mit diesen Tipps sollte einer entspannten und weitgehend keimfreien Flugreise nichts mehr im Weg stehen.

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