Mythos Bermudadreieck

Flugangst (Aviophobie) gehört gemäß Umfragen nicht zur Seltenheit. So fühlt sich jeder dritte Passagier im Flugzeug nicht wohl. Das mulmige Gefühl kann sich aber bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen steigern. Ein noch etwas größeres Unbehagen mag bei Passagieren aufkommen, die einen Flug über das sagenumwobene Bermuda-Dreieck gebucht haben. Um diesen geographischen Bereich ranken sich viele Mythen und Geschichten. Sie sind durch zahlreiche Flugzeug- und Schiffsunglücke entstanden. Die Folge davon waren mehrere Bücher wie z.B. „Verschwunden im Bermuda Dreieck“ von J.W. Braun oder „Das Bermuda Dreieck – unerklärliche Phänomene“ – Autor unbekannt sowie Filme wie „SOS-SOS-SOS Bermuda-Dreieck“ oder „Bermuda Dreieck – Tor zu einer anderen Zeit“, die den Gerüchten Rechnung trugen. Was aber ist wirklich dran, an den Mythen? Wo liegt das Bermuda Dreieck überhaupt und was hat sich dort an außergewöhnlichen Unglücken ereignet? Hier geht´s zum Überblick über das rätselhafte Bermuda Dreieck.

Wo liegt das Bermuda Dreieck?

Der sagenumwobene dreieckige Bereich im Atlantik liegt nördlich der Karibik. Er umfasst Miami, Puerto Rico und die Bermudainseln. Das besagte Gebiet – welches auch als Teufelsdreieck bezeichnet wird - hat eine Größe von ca. 1,3 Millionen Quadratkilometern.

Die Entwicklung des Mythos Bermuda Dreieck

  • Bereits im Jahr 1492 berichtete Christoph Kolumbus mittels Eintrag im Logbuch, dass der Kompass auf seiner Schiffsreise durch das Bermuda-Gebiet plötzlich nicht mehr die genaue Richtung nach Norden anzeigen konnte. Zudem soll er auch Lichter am Himmel gesehen haben, deren Existenz von Crew-Mitgliedern bestätigt wurde. Kolumbus selbst schrieb von einer „Flamme“ die scheinbar auf das Meer stürzen würde.
  • Im Februar 1918 wurde das spurlose Verschwinden der mit 306 Mann besetzten USS Cyclops gemeldet. Wrackteile wurden jedoch nicht gefunden.
  • Im Jahr 1941 verschwanden die beiden Schwester-Schiffe der Cyclops, die Proteus und die Nereus.
  • 5. Dezember 1945: Der „Flight 19“ wurde zum Paradebeispiel für mysteriöse Vorfälle im Bermuda Dreieck. Fünf amerikanische Bomber, die sich auf Trainingsflug befanden, verschwanden spurlos im Gebiet des Bermuda Dreiecks. Es konnten weder Wrackteile noch Leichen in der stürmischen See gefunden werden. Auch das später ausgeschickte Suchflugzeug kehrte nicht wieder zurück. Es blieb wie die vermissten Bomber für immer spurlos verschwunden.
  • Am 28. Dezember 1948 verschwand eine DC-3 mit 32 Insassen auf dem Flug von Puerto Rico nach Miami.
  • 1950 berichtete der Journalist Edward Jones im Miami Herald von Anomalitäten des Meeres im Bereich des Bermuda Dreiecks. Er erstellte eine Liste von Schiffen und Flugzeugen, die auf mysteriöse Art und Weise im Bermuda Dreieck verschollen sind.
  • 1964 publizierte der amerikanische Zeitungsreporter Vincent Gaddis im Pulp-Magazin Argosy einen Bericht vom tödlichen Bermuda Dreieck.
  • 1974 landete Charles Berlitz mit seinem Bestseller „Bermuda-Dreieck“ einen umstrittenen Erfolg. Das Buch, von dem 14 Millionen Ausgaben verkauft wurden, wurde von seinen Kollegen als Täuschung bezeichnet. Es soll den Kritikern gemäß zahlreich unrichtige Angaben enthalten. Nichts desto trotz gelangte das Bermuda Dreieck damit erneut in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.
  • 1975 veröffentlichte Lawrence Kusche sein Buch
  • 1995 berichtete die Pilotin Cary Gordon Trantham von ihrem nächtlichen Flug über das Bermuda Dreieck. Dieser hätte beinahe tödlich geendet. Während des besagten Fluges spielten die Navigationsinstrumente verrückt. Es war weder ein Grund dafür erkennbar, noch konnte sie die Zeitspanne nennen, in der es ihr gelang, die Situation wieder in den Griff zu bekommen.
  • Die aktuellste Unglücksmeldung aus dieser Region wurde im Vorjahr – am 15. Mai 2017 – verlautbart. In diesem Fall verschwand eine kleine, zweimotorige Maschine mit vier Insassen (2 Erwachsenen und zwei Kindern).

Erklärungsversuche für das Mythos Bermuda Dreieck

Mysteriös, unerklärlich und somit ständiger Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und Forschungen. Über die Jahre hinweg haben zahlreiche Wissenschaftler versucht, dem Phänomen Bermuda Dreieck auf die Spur zu kommen. Das Resultat waren zahlreiche Schlagzeilen, die verkündeten, dass das Rätsel nun endgültig gelöst sein. Dennoch – bis heute kann nicht gesagt werden dass dies der Fall ist. Es ist aber auch nicht belegt, dass das Bermuda Dreieck tatsächlich ein Rätsel darstellt. Mehrere Untersuchungen (z.B. Studie der Versicherung Lloyd´s) und Statistiken zeigten nämlich, dass im Raum des Bermuda Dreiecks nicht mehr Katastrophen stattfinden, als in anderen Teilen der Weltmeere. (Quelle: www.epochtimes.de/genial/raetsel-um-bermudadreieck-geloest-wissenschaftler-erklaeren-das-verschwinden-von-schiffen-und-flugzeugen-a2185897.html).

Wer oder was steckt angeblich hinter dem Phänomen Bermuda Dreieck?

Als häufigste Ursachen für die ungewöhnlichen Unglücke werden folgende Gründe genannt:

  • Luftbomben (Fallwinde mit einer enormen Geschwindigkeit von bis zu 275 km/h sollen gemäß dem Meteorologen Randy Cerveny für Flugzeug- und Schiffskatastrophen verantwortlich sein (Blowout-Theorie).
  • Andere Forscher halten Methangas für den Grund. Am Meeresboden des Bermuda Dreiecks sollen sich riesige Methangas-Vorkommen befinden. Das Gas wird in großen Brocken gespeichert. Löst sich ein solcher als Folge eines Seebebens oder Erdrutsches vom Boden ab, kann sich dadurch die Oberflächenspannung des Meeres verringern. In Folge könnten z.B. Schiffe nicht mehr getragen werden. Diese Begründung würde zwar die Rätsel um vermisste Schiffe erklären, nicht jedoch den Verbleib der Flugzeuge.
  • Als potentieller Grund für das Fehlen von Flugzeugteilen und Leichen wird auch der Golfstrom genannt. Seine starke Strömung soll dafür verantwortlich sein, dass Wrackstücke rasch vom Absturzort weggetrieben werden und an anderer Stelle im Meer versinken. Da sie dort nicht vermutet werden, bleiben sie für immer verschollen und nähren den Mythos über die verschwundenen Überreste.
  • Gemäß Untersuchungen von Ozeanologen befinden sich am Meeresgrund des Bermuda Dreiecks angeblich zwei 200 Meter hohe Kristallpyramiden, die für Anomalien unter dem Wasser sorgen. Die Kristalle sollen Strom anziehen und speichern können. Eine Theorie, die jedoch stark umstritten ist.
  • Riesenwellen könnten gemäß dem deutschen Wissenschaftsmagazin „Welt der Physik“ Schiffe zerstören und versinken lassen. Auch hier stellt sich jedoch die Frage – was ist mit den Flugzeugen passiert?

Was es sonst noch an schaurigen Mythen gibt

Die Begründungen für die im Lauf der Jahre passierten Schiffs- und Flugzeugunglücke sind vielfältig. Grundsätzlich scheint es, als ob im Lauf der Zeit bereits jede (un)mögliche Schauergeschichte als Erklärung für mysteriöse Vorgänge im Bermuda Dreieck herangezogen wurde. Dazu zählen auch:

  • Ufos
  • eine Alien-Basis
  • Meeresungeheuer (z.B. Riesenkraken)
  • Zeitlöcher
  • Kraftfelder der versunkenen Stadt Atlantis

Derzeit steht fest: Es gibt keine wissenschaftlichen Begründungen für die Unglücke der letzten Jahre am Bermuda Dreieck. Es ist aber auch belegt, dass sich dort nicht mehr Katastrophen ereignen, als in bzw. über anderen Abschnitten der Weltmeere. Dennoch – außergewöhnliche Geschichten und Erzählungen nähren den Mythos dieses Dreiecks. Sie lassen sich medial auch besser vermarkten, als Fakten. Warum gäbe es sonst auch Geschichten wie die des Monsters von Lochness?

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