Risiko Thrombose – und wie du am besten vorbeugst

Als eines der größten Risiken, die im Zuge einer Flugreise entstehen können, gilt eine Thrombose. Aber was versteht man darunter genau?

Thrombosen sind Gefäßerkrankungen, bei denen sich ein Blutgerinnsel (auch Thrombus genannt) in einem Blutgefäß bildet. Diese Blutgerinnsel können in allen Gefäßen entstehen. Besonders gefährdet sind bei längerem Sitzen - wenn noch dazu wegen der beschränkten Beinfreiheit kaum Bewegungsmöglichkeit gegeben ist - die Beine. Daraus resultiert ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Beinvenenthrombosen. Gemäß www.reisemed.at sind Reisethrombosen für 18% der plötzlichen Todesfälle bei Langstreckenflügen verantwortlich. Es lohnt sich also, ein wenig darüber Bescheid zu wissen.

Welche Folgen kann eine Thrombose haben?

Die Bildung eines Blutgerinnsels klingt auf Anhieb vielleicht nicht besonders gefährlich. Das ist aber ein großer Irrtum. Schon ein kleiner Thrombus kann lebensbedrohliche Auswirkungen oder dauerhafte gesundheitliche Schäden mit sich bringen (besonders dann, wenn sich der Thrombus aus der Vene löst und Gefäße verstopft). Krankheiten, die durch Thrombosen herbeigeführt werden können, sind:

  • Schlaganfälle
  • Lungenembolien
  • Herzinfarkte
  • Beinvenenverschlüsse
  • Posttrombotische Syndrome (PTS) – dabei handelt es sich um dauerhafte Schäden an einer Vene
  • Venenentzündungen

Welche Passagiere gelten als besonders gefährdet?

Grundsätzlich sind nach Langstreckenflügen (ab ca. acht Stunden) – gemäß einer Studie der WHO – ca. 2 bis 5 von 10.000 Passagieren von einer Reisethrombose betroffen. Es gibt jedoch besondere Risikogruppen, die gut beraten sind, Langstreckenflüge zu meiden oder bestimmte Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen, um sich zu schützen.

Zu den Risikogruppen gehören:

  • Übergewichtige Menschen
  • Passagiere mit Gipsverband
  • Reisende, die unter erblich erhöhter Blutgerinnungsneigung leiden
  • Frauen, die hormonell verhüten
  • Alle, die bereits einmal unter einer Venenthrombose gelitten haben
  • Raucher
  • Menschen die stark unter Krampfadern leiden
  • Reisende, die in den vergangenen sechs Wochen eine Operation mit erhöhtem Thromboserisiko hinter sich gebracht haben
  • Schwangere
  • Ältere Menschen
  • Menschen, die an einer Tumorerkrankung leiden

Zu beachten ist auch, dass ein erhöhtes Risiko einer Reisethrombose noch bis zu zwei Wochen nach einem Langstreckenflug besteht.

Thrombosen vorbeugen

Gehörst du zu den besonderen Risikogruppen, ist es sinnvoll, wenn du dich vor dem Antritt eines Langstreckenfluges von deinem Hausarzt über entsprechende Präventivmaßnahmen beraten lässt.

Neben medikamentösen Vorsichtsmaßnahmen wie z.B. der Verabreichung einer Spritze mit niedrig molekularem Heparin und diversen anderen Blutgerinnungshemmern, gibt es auch ganz einfache Tipps und Tricks, die du vorbeugend befolgen solltest.

Tipps und Tricks

  • Bewegung: ein Spaziergang im Mittelgang, regelmäßiges Auslockern von Knien und Hüften, wippen mit den Zehen, Übungen wie die Venenpumpe …
  • Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe sind empfehlenswert, wenn aus körperlichen Gründen Bewegung nicht oder nur schwer möglich ist.
  • Eine Ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit ist ebenfalls wichtig. Dabei solltest du aber auf ein Übermaß an Kaffee oder alkoholischen Getränken verzichten und dich lieber an Mineralwasser oder gespritzte Fruchtsäfte halten. Dadurch soll verhindert werden, dass der Körper austrocknet und in Folge dessen das Blut eindickt.
  • Bequeme Kleidung im Flugzeug tragen und nichts anziehen, was den Blutfluss durch einschnüren hemmen kann.
  • Vermeide es, die Beine übereinander zu schlagen. Deine Beine sind im engen Sitzbereich ohnehin schon über ein gesundes Maß hinaus abgeknickt und dadurch wird der Blutfluss eingeschränkt.
  • Vermeide – auch wenn du unter Flugangst leidest – die Einnahme von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln

Wie erkennst du eine Reisethrombose?

Thrombosen zu erkennen ist leider oftmals schwierig. Solltest du eines von folgenden Symptomen wahrnehmen, ist jedoch besondere Vorsicht angesagt:

  • Verfärbung der Haut
  • Ein gefühlt schweres oder gespanntes Bein
  • Warme Haut über dem Blutgerinnsel
  • Schwellungen
  • Atembeschwerden
  • Plötzlich eintretende, einseitige Schmerzen (z.B. Wadenschmerzen)

Was solltest du machen, wenn Symptome einer Reisethrombose erkennbar sind?

Zeigen sich bei dir eines oder einige der oben genannten Symptome, gilt es zuerst Ruhe bewahren. Solange sich ein Thrombus nicht löst, besteht keine unmittelbare Lebensgefahr. Du solltest aber dennoch sofort:

  • Einen Arzt kontaktieren (falls du noch im Flugzeug sitzt, nimm Kontakt mit den Flugbegleitern auf, denn oftmals befindet sich auch ein Arzt an Bord und die Crew ist darüber informiert)
  • Das betroffene Beim hochlagern
  • Auf unnötige Bewegungen verzichten

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