Airbus A340 Sicherheit

Abstürze und Zwischenfälle mit dem Langstreckenflugzeug

Der A340 von Airbus ist ein Großraumflugzeug für die Langstrecke. Seit dem Erstflug am 25. Oktober 1991 wurden 377 Flugzeuge des Typs bis Mai 2013 produziert. Nachfolger des A340 ist der zweistrahlige Airbus A350. Konzipiert wurde der Typ unter dem Namen TA11, für Twin Aisle, also dem Spezifikum von großen Flugzeugen mit zwei Gängen. Das Konzept geht sogar auf das Jahr 1981 zurück und wurde bewusst mit vier Triebwerken geplant, da dies im Sinne der Sicherheit bei Triebwerksausfall mitten am Ozean mehr Sicherheit versprach und so die Flugrouten anders geplant werden konnten.

Zwischenfälle mit einem Airbus A340

Es gab bisher keine Abstürze von Airbus A340-Flugzeugen, wo das Flugzeug zerstört wurde und Todesopfer zu beklagen waren. Es wurden sechs A340 aufgrund von Unfällen oder Kriegseinwirkungen als Totalschaden abgeschrieben, aber diese waren keine Abstürze im eigentlichen Sinne, bei denen das Flugzeug während des Fluges verloren ging. Die genannten Zwischenfälle umfassen Vorfälle wie Feuer am Boden, Notlandungen, Überrollen der Landebahn, einen Unfall während eines Triebwerktests und Schäden durch ein Schleppfahrzeug.

Es gibt acht Unfälle mit einem Airbus A340:

  • Ein Brand aufgrund einer Überhitzung während eines Schleppvorgangs bei einem Flugzeug von Air France im Jahr 1994.
  • Eine Notlandung wegen Problemen mit dem Hauptfahrwerk bei einem Flugzeug von Virgin Atlantic Airways im Jahr 1997.
  • Eine Zerstörung durch Guerillatruppen bei einem Flugzeug von Sri Lankan Airlines im Jahr 2001.
  • Eine zu späte Landung und darauffolgendes Ausbrennen des Flugzeugs bei Air France im Jahr 2005.
  • Ein Überrollen der Landebahn bei nassen Bedingungen bei einem Flugzeug von Iberia im Jahr 2007.
  • Ein Unfall während eines Triebwerktests bei einem fabrikneuen Flugzeug von Airbus im Jahr 2007.
  • Ein schwerer Heckaufschlag beim Start bei einem Flugzeug von Emirates im Jahr 2009.
  • Ein Brand im Bugbereich wegen eines Schleppfahrzeugs bei einem Flugzeug von Lufthansa im Jahr 2018.

Alles in allem zwar ernstzunehmende Zwischenfälle aber alles keine die an der Sicherheit des Flugzeugs oder des Flugzeugtyps zweifeln lässt. Daher zählt für uns der Airbus A340 zu den äußerst sicheren Flugzeugen und können jedem Passagier einen guten Flug wünschen. Weitere Informationen zu Zwischenfällen mit dem Typ findet sich auf Wikipedia.

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Wie sicher ist ein Airbus A340?

Der Airbus A340 gilt aus mehreren Gründen als sicheres Flugzeug: Seine Fly-by-Wire-Technologie ermöglicht eine präzise Steuerung und schützt vor unkontrollierten Flugzuständen, was menschliche oder mechanische Fehler minimiert. Die konsistente Sidestick-Steuerung und das gemeinsame Cockpitdesign über Airbus-Modelle hinweg erleichtern die Pilotenschulung und verringern das Risiko von Bedienfehlern. Die Konstruktion des A340 mit Verbundwerkstoffen im Leitwerk verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung und Korrosion.

Mit vier Triebwerken ausgestattet, bietet der A340 auf Langstreckenflügen eine hohe Redundanz. Sein Rumpfdesign und die Unterteilung in Sektionen optimieren die Struktur und Wartung. Das Enteisungssystem, die Kraftstoffablassanlage und ein robustes Fahrwerk steigern zusätzlich die Sicherheit unter verschiedenen Flugbedingungen. Auch die Redundanz in Hydrauliksystemen und die Computerüberwachung tragen wesentlich zur Verlässlichkeit bei. All diese technischen Merkmale wirken zusammen, um die Sicherheitsmargen des Flugzeugs zu erhöhen. Allerdings hängt die Gesamtsicherheit auch von der Wartung, der Ausbildung der Besatzungen und effektiven Sicherheitsprotokollen ab.

Es ist noch nie ein Airbus A340, seit dem Erstflug im Oktober 1991, abgestürzt

Varianten des Airbus A340

Die klassischen Varianten des A340, die bauteilgleich mit der A330 sind und sich durch CFM56 Triebwerke sowie ein zweirädriges Mittelfahrwerk auszeichnen, umfassen die Grundversion A340-300 sowie die gekürzte Version A340-200. Letztere wurde für längere Langstreckenflüge konzipiert und hat bei einem maximalen Abfluggewicht von 257 Tonnen eine Reichweite von bis zu 14.000 Kilometern bei 239 Passagieren. Der Erstflug fand 1992 statt, und bis 2002 wurden 28 Exemplare gebaut. Eine besondere Variante ist die A340-200E, auch als A340-8000 entwickelt, mit einem erhöhten Abfluggewicht von 275 Tonnen und zusätzlichen Kraftstofftanks, die jedoch mangels Nachfrage nicht in Serie ging.

Die A340-300 als Grundversion kann 295 Passagiere über eine Distanz von 12.400 Kilometern befördern. Sie absolvierte ihren Erstflug 1991 und kam 1993 in den Dienst von Lufthansa und Air France. Eine optimierte Variante ist die A340-300E, die eine höhere Reichweite und ein gesteigertes Abfluggewicht bietet. Eine weitere Aktualisierung erfuhr die Baureihe mit der A340-300 Enhanced, die ab 2003 mit verbesserten Triebwerken und Systemen ausgeliefert wurde.

Die nie realisierte A340-400 sollte mit einer Rumpfstreckung auf 70 Meter eine höhere Passagierkapazität bieten, jedoch wurde das Konzept zu Gunsten der später entwickelten A340-500 und -600 fallen gelassen. Diese neuen Ansätze brachten tiefgreifendere Änderungen mit sich und ersetzten die zuvor geplanten Varianten.

Die nächste Generation der Airbus A340-Flugzeuge stellt eine beeindruckende Evolution des ursprünglichen Designs dar. Erkennbar an ihren markant größeren Rolls-Royce Trent 500 Triebwerken und dem zweiachsigen mittleren Fahrwerk, bieten diese Modelle weit mehr als nur ästhetische Veränderungen. Die überarbeiteten Tragflächen, die um 20 Prozent vergrößert wurden, verfügen über innovative Mittelstücke und Winglets, die den Treibstoffverbrauch und die Aerodynamik optimieren. Mit der Erhöhung der Pfeilung auf 31,1° erstreckt sich die Spannweite nun auf beeindruckende 63,45 Meter. Zudem erleben die Flugzeugsteuerung und das Höhenruder durch die Umstellung auf eine rein elektronische Ansteuerung eine Modernisierung, was die Effizienz und Handhabung der Flugzeuge erheblich verbessert hat.

Die Steigerung der Kraftstoffkapazität um 50 Prozent ist ein bedeutender Schritt, der die Reichweite und Reisegeschwindigkeit der A340-Flugzeuge erheblich erweitert. Diese Weiterentwicklungen unterstreichen die Bestrebungen von Airbus, die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit ihrer Langstreckenflugzeuge zu maximieren. Durch diese Innovationen wurde die A340-300 Reihe nicht nur verbessert, sondern auch die Grundlage für die neuen Modelle A340-500 und A340-600 gelegt, welche beide auf dem modernisierten Design und der fortschrittlichen Technologie aufbauen.

Unsere Meinung zum A340

Das Sicherheitsprofil des Airbus A340 ist als sehr hoch einzustufen. Über seine Betriebsgeschichte hinweg hat das Flugzeug eine bemerkenswerte Zuverlässigkeit und eine geringe Unfallrate demonstriert. Mit fortschrittlicher Avionik, redundanten Systemen und strengen Wartungsvorschriften setzte der A340 Industriestandards für sicheren Langstreckenflug. Die Einführung von Features wie dem verbesserten Flugsteuerungssystem und der Einsatz von robusten Rolls-Royce Trent 500-Triebwerken trugen zur allgemeinen Betriebssicherheit bei. Weiterhin erhöhten die überarbeiteten Tragflächen und Winglets nicht nur die Treibstoffeffizienz, sondern verbesserten auch die Flugstabilität unter verschiedenen Wetterbedingungen. Obwohl es einige Zwischenfälle gab, bei denen A340-Flugzeuge beteiligt waren, waren diese meist nicht auf Konstruktionsfehler zurückzuführen, und es gab keine tödlichen Unfälle, die direkt dem Flugzeugtyp angelastet wurden. Die erfolgreiche Betriebsgeschichte des A340 macht ihn zu einem der sichersten Flugzeuge in der zivilen Luftfahrt.

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Noch nie ist ein Airbus A350 abgestürzt, aber gab es gefährliche Zwischenfälle die auf die Sicherheit des Flugzeuges schließen lassen?

Häufig gestellte Fragen

Ist schon mal ein Airbus A340 abgestürzt?
Nein, es gab noch keinen Zwischenfall, wo ein Flugzeug des Typs A340 verloren wurde und Todesopfer zu beklagen waren, was man landläufig unter der Frage nacb einem "Absturz" versteht. Es gab zwar ernstzunehmende Zwischenfälle mit dem Typ, allerdings keine die an der Sicherheit des Flugzeugs zweifeln lässt.