Die gefährlichsten Flughäfen der Welt

So gefährlich sind diese Flughäfen

Unabhängig von der Liste, warum sind manche Flughäfen gefährlicher als andere? Oftmals ist die Topgrafie ein Problem, hohe Berge, welche die Lande- und Startbahnen umgrenzen, lassen nur bestimmte Flugrouten zu und sind bei manchen Wetterlagen problematisch. Auch wenig Platz am Boden bestimmt oft die Gefährlichkeit, sind kurze Landebahnen bei leichten technischen Problemen gleich mal ein erhöhtes Risiko da es keine Sicherheitsreserven gibt. Bestimmte Wetterlagen, die saisonal auftreten, können auch ein erhöhtes Risiko für einen Flughafen darstellen. Für die meisten Passagiere stellt aber das Geschehen rund und im Flughafen oft das unmittelbar größte Risiko dar wie Diebstahl oder das unbemerkte Hinzufügen von Gegenständen in das Gepäck.

Top 3 der international gefährlichsten Flughäfen

Die gefährlichsten Flughäfen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass es hier vermehrt zu Flugunfällen gekommen ist. Die Piloten und das Bodenpersonal sind sich den Risiken bewusst und haben durchaus entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen, dass es statistisch gesehen nicht zwangsläufig zu mehr Unglücken kommen muss als auf anderen Flughäfen. Allerdings kann die besondere Lage und Eigenschaften der Flughäfen dazu führen, dass Flüge umgeleitet werden müssen oder verspätet abheben.

St.Maarten Karibik: Princess Juliana International Airport

Der Princess Juliana International Airport hat kein Instrumentenlandesystem, sondern nutzt VOR/DME und Sichtanflugverfahren. Hinter der Startbahn 10 gibt es mehrere Hügel, was abhebende Flugzeuge zwingt, schnell Höhe zu gewinnen und frühzeitig rechts abzubiegen. Die Start- und Landebahn ist mit 2300 Metern relativ kurz, was das Startgewicht von Großraumflugzeugen stark einschränkt. Der Flughafen wird von verschiedenen Flugzeugtypen angeflogen, von kleinen Sportmaschinen bis zu großen Jets wie der Boeing 747 und dem Airbus A340. Aufgrund der kurzen Startbahn können große Flugzeuge nicht direkt zu weit entfernten Zielen fliegen; sie müssen erst auf Flughäfen wie Curaçao, Aruba, Martinique oder Guadeloupe zwischenlanden, um für den Weiterflug aufzutanken. Mehr dazu auf Wikipedia.

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Griechenland: Flughafen Korfu

Dieser Flughafen zeichnet sich durch seine einzigartige Lage aus: Die Start- und Landebahn ist fast vollständig von Wasser umgeben und befindet sich zwischen zwei Hügeln. Die nahe gelegene Hauptstraße EO25 muss bei Starts und Landungen aus Sicherheitsgründen gestoppt werden, da der Sicherheitsbereich jenseits der Straße liegt. Der Flughafen ist bei Flugzeugfotografen sehr beliebt, besonders von den Aussichtspunkten am Kanoni-Hügel und dem Fußgängerdamm nach Perama, von wo aus man den Wendeplatz und ankommende Flugzeuge gut sehen kann. Mehr dazu auf Wikipedia.

Nepal: Tenzing-Hillary Airport

Der Flugplatz gilt aufgrund seiner besonderen Eigenschaften als einer der gefährlichsten weltweit: Die 527 Meter lange Landebahn hat eine Hangneigung von 12 % und ermöglicht ausschließlich bergwärts Landungen sowie talwärts Starts. Das abrupte Ende der Startbahn an einem 600 Meter tiefen Abgrund erhöht das Risiko. Der Flugplatz wird trotz dieser Herausforderungen stark frequentiert, insbesondere in der Hochsaison, wobei Lukla der meistbesuchte Inlandsflughafen Nepals ist. Es herrscht hoher Zeitdruck für Fluggesellschaften und Piloten, da Wetterbedingungen und Luftverkehr oft zu Verzögerungen und Wartezeiten führen. Bei schlechtem Wetter in Lukla wird manchmal der nahegelegene Flughafen Phaplu als Zwischenstation genutzt. Aufgrund der komplexen Wetterbedingungen und der anspruchsvollen Lage ist der Flugbetrieb hier besonders riskant, was durch einen Unfall im Jahr 2008 aufgrund schlechter Sicht verdeutlicht wurde. Seitdem wird vorsichtiger agiert, was jedoch auch zu längeren Wartezeiten führen kann. Mehr dazu auf Wikipedia.

Flughafen Innsbruck: Gefährlichster Flughafen in der DACH Region

Der Flughafen Innsbruck, gelegen im Tiroler Inntal, ist aufgrund seiner einzigartigen Lage und den damit verbundenen Herausforderungen als besonders anspruchsvoll für Piloten bekannt. Beim Abflug nach Norden ist ein deutlich steilerer Steigwinkel als üblich erforderlich. Nach dem Start in östlicher Richtung müssen Flugzeuge eine scharfe, mehr als 180°-Kurve mit hoher Querneigung und gleichzeitiger Steigung fliegen, um das Mieminger Gebirge in entgegengesetzter Startrichtung zu überqueren.

Der Anflug wird ebenfalls durch die Lage im Föhntal kompliziert, was spezielle An- und Abflugverfahren zur Umgehung von Turbulenzen erfordert. Starke und böige Winde aus Ost oder Südost erzwingen oft Landungen von Westen her. Die Überflüge über das Stadtgebiet von Innsbruck und die Reflektion von Schallwellen an den umliegenden Berghängen führen zu erhöhter Lärmbelastung der Bewohner, was den Einsatz leiser Flugzeuge und strikte Betriebszeiten (6:30 bis 23:00 Uhr) erfordert. Um dem Lärm entgegenzuwirken, hat der Flughafen lärmabhängige Gebühren eingeführt. Ein weiteres Sicherheitsrisiko besteht darin, dass sich bei bestimmten An- und Abflugverfahren landende und startende Maschinen kreuzen könnten, was eine präzise zeitliche Koordination erfordert und die Anzahl der Flugbewegungen beschränkt.

Die Startbahn des Flughafens ist mit 2000 Metern relativ kurz. Dies zwingt zu genauen Berechnungen des maximalen Abfluggewichts für Mittel- und Großraumflugzeuge, unter Berücksichtigung von Faktoren wie Pistenzustand, Wetterbedingungen und den geforderten Mindeststeigwerten. Dies kann zu einer Reduktion von Reichweite und Zuladung führen, um den ICAO-Vorschriften für Notfälle wie Startabbruch oder Triebwerksausfall nach dem Start gerecht zu werden.

Allgemeine Gefahren auf Flughäfen

Flughäfen sind komplexe Einrichtungen, die eine Vielzahl von Sicherheitsrisiken bergen, abgesehen von den offensichtlichen Gefahren, die mit dem Fliegen selbst verbunden sind. Ein wesentliches Risiko für Passagiere auf Flughäfen besteht im Bereich von Diebstahl und Sicherheitsverletzungen, die sich auf ihr Gepäck und persönliche Besitztümer auswirken können.

Diebstahl ist ein häufiges Problem auf Flughäfen, wo die hohe Anzahl von Menschen und die oft hektische Atmosphäre Diebe begünstigen. Reisende sind oft abgelenkt, müde oder beschäftigt mit Reisevorbereitungen, was sie zu leichteren Zielen für Taschendiebe macht. Wertsachen wie Geld, Elektronikgeräte und persönliche Dokumente sind besonders gefährdet. Die Diebe nutzen oft die Unaufmerksamkeit der Passagiere in wartenden Menschenmengen, an Gepäckbändern oder in Ruhebereichen aus.

Ein weiteres Risiko stellt das Einbringen von verbotenen Gegenständen in das Gepäck von ahnungslosen Reisenden dar. Dies kann sowohl im aufgegebenen Gepäck als auch im Handgepäck geschehen. Kriminelle versuchen, illegale Substanzen, Waffen oder andere verbotene Gegenstände in das Gepäck von Reisenden zu schmuggeln, um Sicherheitskontrollen zu umgehen. Dies kann schwerwiegende rechtliche Konsequenzen für den unwissenden Passagier haben, insbesondere in Ländern mit strengen Drogengesetzen oder Sicherheitsvorschriften.

Zur Minimierung dieser Risiken ist es wichtig, dass Sie wachsam bleiben, ihr Gepäck stets im Auge behalten und Wertsachen sicher aufbewahren. Darüber hinaus würden wir Ihnen raten, sich mit den Sicherheitsvorschriften des jeweiligen Flughafens vertraut zu machen und das eigene Gepäck bei der Sicherheitskontrolle genau zu beobachten. Sicherheitsmaßnahmen wie verschließbare Koffer und die Verwendung von Gepäckanhängern können ebenfalls dazu beitragen, das Risiko von Diebstahl und ungewollten Sicherheitsverletzungen zu reduzieren.

So sicher sind Flughäfen

Wir würden die gefährlichsten Flughäfen eher die spektakulärsten Flughäfen nennen. Denn ein messbar höheres Risiko von Unfällen geht von diesen nicht aus. Wie im Artikel beschrieben, gibt es erweiterte Sicherheitsvorkehrungen, welche das bekannte Risiko beherrschbar machen und daher auch nicht zu merklich mehr Unfällen führt. Natürlich kann eine Landung oder ein Start ein Unwohlsein hervorrufen, da die Piloten gezwungen sind Manöver zu fliegen, welche bei anderen Flughäfen nicht notwendig sind.

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