Traumberuf Stewardess - oder doch nur eine bessere Kellnerin?

Böse Zungen behaupten ja, eine Stewardess sei nichts weiter als eine besser gekleidete Kellnerin und Putzfrau über den Wolken. Wir haben uns angesehen, ob dieses Klischee der Wahrheit entspricht. Was sind die Aufgaben vom Bordpersonal? Geht es wirklich nur um kellnern und sauber machen? Wie sieht die Ausbildung aus und welche Anforderungen muss man erfüllen, wenn man diesen Job anstrebt? Welche Vorteile bietet der Beruf Stewardess und welche Nachteile muss man in Kauf nehmen, wenn man diese berufliche Laufbahn einschlägt? Neugierig geworden? Hier geht´s zu den wichtigsten Infos.

Die Berufsvoraussetzungen

Die Ausbildung zum Flugbegleiter ist keine Lehre und variiert von Fluglinie zu Fluglinie. Es handelt sich daher um eine sogenannte „betriebsinterne Ausbildung“. Dementsprechend variiert auch die Dauer (meist zwischen 4 Wochen und 6 Monaten). Die meisten Airlines verlangen von ihren Bewerbern einen mittleren Schulabschluss (Matura/Reifeprüfung) oder zumindest eine abgeschlossene Schulausbildung. Dazu kommt ein Alter von mindestens 18 Jahren (Jugendschutzgesetz wegen der stark variierenden Arbeitszeiten) und die Notwendigkeit, einen gültigen Reisepass zu besitzen. Ergänzend dazu wird auf ein gepflegtes Äußeres geachtet (dies inkludiert auch eine bevorzugte Größe und ein adäquates Gewicht). Englisch zu sprechen, ist so gut wie bei allen Fluglinien Voraussetzung. Weitere Sprachkenntnisse erhöhen die Chance, bei der Bewerbung eher berücksichtigt zu werden.

Die Ausbildung

Hast du den Job bekommen, musst du dich bei der Ausbildung auf folgende Vorgangsweise gefasst machen:

  • Die Berufsausbildung des Flugbegleiters findet in Form von Lehrgängen statt.
  • Die Dauer reicht von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten.
  • Oft finden die Lehrgänge, in denen die Theorie des Berufs gelehrt und geprüft wird, in Bildungseinrichtungen für angehende Flugbegleiter statt.
  • Zu den Wissensgebieten, die im Rahmen des theoretischen Teils gelehrt werden, gehören unter anderem die Bereiche Flugsicherheit, Etikette und Styling, Kommunikationstraining, Erste Hilfe und Konfliktmanagement.
  • Der praktische Teil der Ausbildung wird im Rahmen von Kurzstreckenflügen oder bei Trainings in einer Flugzeugtattrappe (dem sogenannten Mock-Up) durchgeführt.
  • Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erhältst du ein Zertifikat. Damit bist du berechtigt, künftig den Beruf des Flugbegleiters auszuüben.

Aufstiegschancen oder ein Job für immer und ewig?

Einmal Flugbegleiter – immer Flugbegleiter? Bist du aufstiegsorientiert und stellst dir die Frage, ob man mit dem Zertifikat zum ausgebildeten Flugbegleiter bereits am Ende der Karriereleiter angekommen ist? Dann können wir dich beruhigen. Dem ist definitiv nicht so. Die meisten Airlines bieten ihrem Bordpersonal auch Weiterbildungen an. Danach gibt es Möglichkeiten z.B. als Trainer für den Nachwuchs oder als Purser (ranghöchster Flugbegleiter, der für die Leitung des Services an Bord zuständig ist, Dienstbesprechungen führt und Arbeitspläne erstellt) zu arbeiten. Der Purser ist zudem auch der Kabinenchef, der für die Kommunikation mit dem Cockpit zuständig ist. Weitere Jobs gibt es natürlich auch am Boden, wo Flugbegleiter – nach entsprechenden Schulungen – auch Teil des Marketingteams werden können.

Aufgaben und Pflichten eines Flugbegleiters

Eines muss ganz klar gesagt werden. Der Beruf Flugbegleiter beinhaltet deutlich mehr als nur das Servieren von Verpflegung und die Sicherstellung, dass alles sauber und ordentlich ist. Natürlich sind diese Aufgaben aber auch „part of the game“. Dazu kommen aber auch noch sehr verantwortungsvolle Verpflichtungen, die bei Notfällen besonders hohen Stellenwert einnehmen. In Summe haben wir hier die wichtigsten Aufgaben und Verpflichtungen der Flugbegleiter aufgelistet.

  • Der Aufrechthaltung der Sicherheit im Flugzeug wird eine besondere Priorität eingeräumt (dazu gehört auch ein Check bevor die Passagiere ins Flugzeug kommen. Im Rahmen dessen wird überprüft, ob z.B. die Notausrüstung einsatzfähig ist).
  • Eine umfassende Betreuung der Passagiere während des Fluges (dies kann auch eine Betreuung für alleinreisende Kinder inkludieren, wenn die Airline einen solchen Service anbietet).
  • Der ranghöchste Flugbegleiter ist per Gesetz dem Flugzeugkapitän gegenüber verantwortlich. Dies gilt für die Durchführung, Einhaltung sowie Koordination der im Betriebshandbuch festgesetzten Vorgaben in Sachen Sicherheit (z.B. das Anschnallen beim Abheben oder Landen, das Ausschalten der mobilen Geräte, usw.) und bei Notfällen (Bedienen der Sauerstoffmasken, etc.).
  • Das Boarding (Begrüßung und Verabschiedung der Passagiere) und die Hilfe mit dem Gepäck.
  • Eine weitere Aufgabe, die alle kennen, ist das Servieren und Abräumen von Speisen und Getränken – so diese während des Fluges angeboten werden.
  • Im Zuge der zunehmenden Möglichkeiten Snacks, Getränke aber auch sonstige Waren an Bord zu erwerben, hat das Bordpersonal auch immer öfter Tätigkeiten im Verkauf aber auch beim Kassieren durchzuführen.
  • Bei Notsituationen muss das Bord-Team dafür sorgen, dass das Flugzeug so rasch wie möglich evakuiert wird.
  • Bei gesundheitlichen Problemen an Bord muss die Crew Erste Hilfe leisten, wenn kein Arzt zur Stelle ist, der aushelfen kann.
  • Als Flugbegleiter bist du Repräsentant deiner Airline. Eine eigene Dienstbekleidung und angemessenes Verhalten werden daher von allen Fluggesellschaften eingefordert.

Berufsvorteile

  • Du kannst alle möglichen Teile der Welt bereisen, wenn du bei einer internationalen Airline tätig bist. Oftmals gibt es auch Zwischenstopps in fernen Ländern, die du zum Kennenlernen nutzen kannst.
  • Unterwegs gibt es oftmals spannende Begegnungen mit Gästen aus den verschiedensten Kulturkreisen. Du kannst dabei deine Sprachkenntnisse nutzen bzw. verbessern. Zudem sind interessante Begegnungen vorprogrammiert.
  • Als Mitarbeiter an Bord erhältst du (und manchmal auch deine Angehörigen) von deiner Fluggesellschaften im Normalfall stark vergünstigte Flugtickets. Ergänzend dazu ist es üblich, dass das Bordpersonal – je nach Vertrag – weltweit bei touristischen Dienstleistungen wie z.B. Hotels, Mietwagen usw. zusätzlichen Rabatt bekommt.

Nachteile

Keine Vorteile ohne Nachteile. Wenn du den Beruf des Flugbegleiters wählst, muss du dir darüber im Klaren sein, dass dieser Beruf auch einige Schattenseiten mit sich bringt:

  • Du bist wenig zuhause (ein geregeltes Ehe- / Familienleben ist daher kaum sicher zu stellen).
  • Fliegen birgt ein – wenn auch nur geringes – Sicherheitsrisiko.
  • Nachtflüge, Jetlag (bei längerem Aufenthalt in anderen Zeitzonen) und oftmals wechselnde Arbeitszeiten aber auch Klimazonen sind nicht jedermanns Sache. Einzelne dieser Faktoren, aber natürlich auch die Summe aller Belastungen, können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Diese reichen von Ess- und Schlafstörungen über Rückenschmerzen bis hin zur chronischen Müdigkeit.
  • Als Flugbegleiter hast du keinen Anspruch auf freie Wochenenden bzw. auf Feiertage.
  • Es gibt keine geregelten Arbeitszeiten (Flugverspätungen, Flugausfälle, geänderte Dienstpläne, …) machen dies so gut wie unmöglich.
  • Hat ein Gast einen „nervösen Magen“ und verträgt den Aufenthalt in der Luft nicht gut, dann hat das Flugpersonal auch dafür zu sorgen, dass bei „unangenehmen Zwischenfällen“ eine gewisse Ordnung und Sauberkeit wieder hergestellt wird. Schließlich wollen die anderen Passagiere einen Flug in angenehmer Atmosphäre verbringen.
  • Der Arbeitsplatz in luftigen Höhen bringt sich ständig ändernde Rahmenbedingungen in Sachen Schallpegel, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit mit sich.

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