Spezialwissen rund um das Thema Fliegen

Fliegen – ein ganz besonderes Abenteuer, das ungeahnte Rekorde, geheime Codes und viel verborgenes Spezialwissen in sich birgt. Wir haben einige der interessantesten Punkte zusammengefasst und sind neugierig, was du davon schon wusstest.

Alles rund ums Fliegen

Wusstest du schon …

…wer oder was ein Purser oder eine Pursette ist?

Dabei handelt es sich um das ranghöchste Mitglied der Kabinencrew. Ihnen unterliegt sowohl die Leitung von Küche und Service bei Passagierflügen als auch die Kommunikation mit dem Cockpit. Sie haben die Oberaufsicht über die Einhaltung der Ordnung und Sauberkeit an Bord von Passagiermaschinen und sind auch bei Notfällen für die Durchführung von sicherheitstechnischen Belangen zuständig.

…wieviel Geld jährlich wegen nicht eingeforderter Entschädigungszahlung bei Flugzeugverspätungen verfällt?

Im Rahmen der Fluggastrechteverordnung Nr. 261/2004 hat jeder Passagier unter gewissen Voraussetzungen ein Recht auf Entschädigung. Diese beträgt bis zu EUR 600 € und das sogar bis drei Jahre rückwirkend. Allerdings holt sich nur ein Bruchteil der Fluggäste (ca. 5 %) die ihnen zustehende Entschädigungszahlung. Damit verfallen pro Jahr in der Europäischen Union Milliarden an Entschädigungszahlungen. Alleine im deutschen Bundesgebiet sind das an die 720 Millionen Euro pro Jahr.

…was man unter einem „Deadhead“ versteht?

Wenn du hörst, dass ein Dedhead an Bord ist, heißt das nicht, dass eine Leiche befördert wird. Ein Deadhead ist vielmehr ein Pilot oder Crewmitglied, das im Flugzeug mitfliegt, jedoch nicht im Dienst ist.

…wann man ein „Overnight-Kit“ bekommt?

Passagiere, deren Gepäck nicht bzw. verspätet am Zielflughafen ankommt, erhalten von manchen Fluglinien fallweise ein Overnight–Kit. Dieses beinhaltet meist die am dringendsten benötigten Toilettartikel und manchmal auch Unterwäsche. Damit soll der Bedarf an Hygieneartikeln überbrückt werden, bis das Gepäck wieder aufgetaucht ist.

…welchen Anspruch auf Entschädigung Passagiere haben, wenn ihr Gepäck verloren geht?

Sollte dein Gepäck verloren gegangen oder beschädigt worden sein, dann haftet die Fluglinien mit maximal 1.300 €. Beim Verlust deines Gepäcks hast du lediglich Anspruch auf Schadenersatz in der Höhe des jeweiligen Zeitwertes der darin befindlichen Gegenstände (nicht auf deren Neuwert). Einige Fluglinien verlangen vor der Auszahlung auch Rechnungsbelege über den Inhalt der Gepäckstücke.

…wo sich die kürzeste Flughafen-Landebahn befindet und wie kurz sie ist?

Die kürzeste Landebahn der Welt befindet sich aktuell am Juancho E. Yrausquin Airport auf der karibischen Insel Saba. Der spektakulär zwischen Felsen und dem Meer eingebettete Landing Strip ist gerade einmal 400 Meter lang und zählt daher regelmäßig zu den Top Ten der gefährlichsten Landebahnen (auch wenn es bislang noch keinen Unfall gab).

…wieso es manchmal notwendig ist, dass Flugreisende ein PIR-Formular ausfüllen?

Ein PIR–Formular (Property Irregularity Report) dient zur Meldung, wenn dein Gepäck verloren gegangen ist, beim Flug beschädigt wurde oder verspätet ankommt. Das Ausfüllen dieses Formulars ist der erste Schritt, bevor man eine schriftliche Anzeige bei der betreffenden Fluglinie macht um im Anschluss Entschädigung einfordern zu können.

…warum du in manchen Fällen trotz gültigem Ticket am Boden bleiben musst?

Die meisten Airlines überbuchen ihre Flüge aus wirtschaftlichen Gründen. Es kann dir also passieren, dass du trotz gültigem Ticket keinen Platz in der gebuchten Maschine bekommst. In diesem Fall steht dir zwar eine Entschädigung zu, es stellt sich aber die Frage, ob diese den Ärger wert ist.

…wann der Pilot den Begriff „Ditch“ verwendet?

Unter einem „Ditch“ versteht man eine Notlandung des Flugzeuges am Wasser. Wir hoffen für dich, dass dieser Begriff bei deinen Flugreisen niemals vom Cockpit aus angekündigt wird.

…was der Begriff „INTEGRATED - AB INITIO“ bei der Pilotenausbildung bedeutet?

Unter diesem Begriff versteht man die Ausbildung zum Kapitän ohne vorherige Flugkenntnisse – also quasi vom Fußgänger zum Piloten. Diese Form der Berufsausbildung ist die am häufigsten genutzte Ausbildungsvariante.

…welche Anforderungen an die ersten „Air Hostessen“ (heute Stewardessen) gestellt wurden?

Der Berufszweig der Air Hostess war zu Beginn der kommerziellen Luftfahrt heiß begehrt. Gingen damit doch Abenteuer, Unabhängigkeit und Selbständigkeit einher. Um in diesem Job Fuß zu fassen, mussten die Bewerberinnen jedoch zahlreiche Kriterien erfüllen. Dazu gehörten bis 1958:

  • Ledig zu sein (heiraten war erst nach dem zweiten Dienstjahr erlaubt)
  • Keine Kinder
  • Eine Körpergröße zwischen 1,57 Meter bis 1,73 Meter
  • Ein Antrittsalter von 21 bis 27 Jahren
  • Ein Maximalgewicht von höchstens 63 Kilogramm
  • Der Abschluss einer Hotelfachschule war erwünscht
  • Perfektes Englisch und Französisch bzw. Russisch waren Voraussetzung

... es kaum noch Flugzeugentfürungen gibt?

Dank immer besser werdender Sicherheitsvorkehrungen und -systeme gibt es weitweit kaum bis gar keine Flugzeugentführungen mehr. Gerade beim Thema Sicherheit hat sich die letzten Jahrzehnte sehr viel getan und die Auswirkungen sind statistisch sehr gut sichtbar. Dies gilt auch für die generelle Sicherheit an Bord und so sind auch Abstürze viel seltener geworden.

... was Hugo bei Flugzeugen bedeutet?

Die Abkürzung „Hugo“ steht für „Heute unerwartet gestorbenes Objekt“ oder auch für „human gone“. Also, wenn während des Fluges wahrscheinlich ein Passagier verstorben ist. Wenn man Hugo im Flugzeug versteht, sollte man eher nicht nachfragen was das zu bedeuten hat.

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