Sicher ist sicher - warum man kein mulmiges Gefühl beim Fliegen haben sollte

Allein in Österreich gab es 2016 38.466 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Dabei wurden 427 Todesfälle beklagt. In Deutschland mussten gemäß dem Statistischen Bundesamt im selben Jahr 3.214 Verkehrstote gezählt werden. Vergleichsweise dazu, ist die Anzahl der Unfälle mit Todesfolge beim Fliegen verschwindend gering. Dennoch – passiert ein Flugzeugunglück, folgt diesem in den meisten Fällen auch ein unbehagliches Gefühl in der breiten Bevölkerung.

Kaum ein Verkehrsmittel ist gemäß Statistiker sicherer als ein Flugzeug. Pro Personenkilometer sterben laut einem von Patrick Bernau (Redakteur für Wirtschaft online – www.faz.net) veröffentlichten Bericht, in keinem anderen Verkehrsmittel weniger Reisende als im Flugzeug. So kommen auf 100 Millionen Personenkilometer in der Europäischen Union 0,7 Tote bei Autounfällen. Bei Fährenunglücken liegt der Schnitt bei 0,25 Toten, bei Busreisen wurden 0,07 Todesopfer gezählt. Am Ende der Liste folgen Zug und Flugzeug mit je 0,035 tödlichen Unfällen pro 100 Millionen Personenkilometern. Damit wird klar – die Autofahrt von zuhause bis hin zum Flughafen - ist der riskantere Teil der Reise.


Warum leiden dennoch zahlreiche Menschen unter Aviophobie (Flugangst)? Aus welchen Gründen nehmen auch Vielflieger oftmals nur ungerne im Flugzeug Platz? Hier gibt es einige Antworten auf diese Fragen.

Die Psyche spielt mit

Katstrophen wollen gemieden werden. Jeder Mensch ist sich seiner Sterblichkeit mehr oder weniger bewusst. Dennoch machen spektakuläre Unfälle den meisten Menschen mehr Angst, als ein alltäglicher Unfall mit Todesfolge. Dazu kommt noch das Wissen, sein Leben beim Fliegen in die Hände eines Unbekannten (dem Pilot) zu übergeben. Gerade Kontrollfreaks haben damit oft ein Problem. Gibt es doch in der Luft kaum Gelegenheit, im Ernstfall selbst eingreifen zu können. Dazu kommt auch noch die Möglichkeit, dass die Crew zwar alles im Griff hat, die Technik aber versagen könnte.

Krankhafte Angstzustände

Aviophobie oder Flugangst betrifft fast jeden fünften Passagier. Die Symptome, die dabei auftreten, können von flacher Atmung über Panik bis hin zum Herzrasen führen. Begleitende Gründe für die Flugangst sind aber oftmals auch andere Phobien. Dazu gehört auch die Klaustrophobie – die Angst, sich in engen Räumen aufzuhalten. Dieses Gefühl von Platzangst und Beengtsein kann auch mit Panikattacken einhergehen. Ein weiterer Beteiligungsfaktor für Angstgefühle in der Luft kann die Höhenangst oder Akrophobie sein. Auch dieser Angstzustand geht mit unterschiedlichsten physischen und psychischen Symptomen einher. Ein Aufenthalt im Flugzeug ist für einen Betroffenen daher wenig erstrebenswert.

Spektakulär & medienwirksam

Ereignet sich ein Flugzeugabsturz, wird im Normalfall sofort in den Medien darüber berichtet. Live-Reportagen von verstreuten Flugzeugteilen, verzweifelte Angehörige in den Warteräumen der Flughäfen und Rettungsdienste mit Blaulicht bieten Bilder, die Aufmerksamkeit erregen. Gut für die Sendequoten und daher immer eine Meldung wert. Dazu kommen noch die Bilder der Terroranschläge vom 11. September, an die auch ein aktueller Film erinnert. Die meisten alltäglichen Verkehrsunfälle finden hingegen in erster Linie bei Lokalmedien Beachtung. Nur in Ausnahmefällen werden diese auch im Fernsehen gezeigt. Kein Wunder also, wenn viele Reisende Flugzeuge mit erhöhter Absturzgefahr verknüpfen.

Wenig Überlebenschance

Anders als bei den meisten anderen Verkehrsmitteln, ist die die Wahrscheinlichkeit bei einem Flugzeugabsturz mit heiler Haut davon zu kommen, eher gering. Schwindelerregende Höhen, eine höherer Reisegeschwindigkeit und die Hilflosigkeit in einem engen Raum eingesperrt zu sein, führen dazu, dass es bei der überschaubaren Zahl an Abstürzen, oftmals keine Überlebenden gibt. Auch Meldungen von verschwundenen oder abgeschossenen Flugzeugen tragen nicht dazu bei, ängstliche Gemüter zu beruhigen. Das Wissen darum, dass Flugunfälle nur sehr selten vorkommen, wird somit oft in den Hintergrund gedrängt.

Tipps gegen Flugangst

Was ist zu tun, wenn man zu den Betroffen gehört? Tipps dafür gibt es zahlreiche. Klar ist aber auch, dass nicht jeder Passagier auf jedes „Wundermittel“ gleichermaßen anspricht. Hilfreich kann es jedoch sein, wenn man sich schon beim Buchen vor Augen hält, dass Flugreisen zu den sichersten Transportmöglichkeiten überhaupt gehören. Eine stressfreie Anreise, ein gutes Buch oder beruhigende Musik an Bord und die Konzentration auf zu erwartende schöne Momente nach der Landung können ebenso dazu beitragen, die Flugangst zu bekämpfen. In Hardcorefällen gibt es dann noch immer die Möglichkeit, auf Beruhigungsmittel oder Flugangstseminare zurück zu greifen.

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